Russische Desinformationskampagne „Matryoshka“ in Deutschland aktiv

Vor regionalen Wahlen in Deutschland haben russlandgestützte Desinformationskampagnen mit dem Namen „Matryoshka" zugenommen. Die zentral koordinierten Kampagnen richten sich gegen lokale politische Rivalen der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) und zielen darauf ab, das politische Klima zu polarisieren und die Bundesregierung sowie andere Parteien zu diskreditieren. Die Kampagnen verbreiten Videos mit falschen Vorwürfen gegen lokale Politiker über soziale Medien, wobei sie gefälschte Logos von renommierten Nachrichtenmedien wie der BBC und dem deutschen Sender ARD nutzen.

Deutsche Behörden überwachen diese Kampagnen und sind zuversichtlich, dass sie zentral von Russland aus über ein Netzwerk von Unternehmen koordiniert werden. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte die Beobachtung der Desinformationskampagne. Allerdings ergreifen die Behörden bislang keine aktiven Gegenmaßnahmen, da die Kampagnen online keine signifikante Reichweite erzielen. Die AfD kam bei der vergangenen Bundestagswahl mit dem stärksten Ergebnis für eine rechtsextreme Partei seit dem Zweiten Weltkrieg auf den zweiten Platz und gewinnt vor mehreren für September geplanten Regionalwahlen weiter an Unterstützung.

Kernpunkte:

  • Vor regionalen Wahlen in Deutschland wurde eine Zunahme russlandgestützter Desinformationskampagnen dokumentiert.
  • Diese Kampagnen richten sich oft gegen lokale politische Rivalen der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD).
  • Die russischen Kampagnen zielen darauf ab, das politische Klima zu polarisieren und die Bundesregierung sowie andere Parteien zu diskreditieren.

Quelle: Ukrainska Pravda (Englisch)