Die Bundesregierung bereitet die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor, falls die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt wird. Das Bundesfamilienministerium hat 23 große Verbände und Organisationen konsultiert, von denen 22 ihre Bereitschaft signalisierten, Zivildienstleistende aufzunehmen.
Sozialverbände äußern jedoch Bedenken gegenüber einer Rückkehr zur Wehrpflicht. Sie bevorzugen eine Stärkung der bestehenden freiwilligen Dienste wie des Bundesfreiwilligendienstes. Christian Woltering betont, dass die Freiwilligkeit der aktuellen Dienste die Motivation, Qualität und Dauer des Engagements erhöht. Andreas Brockmann hebt hervor, dass Freiwillige Vielfalt, neue Perspektiven und wichtige Impulse einbringen.
Sollte ein neues verpflichtendes System eingeführt werden, warnen die Verbände vor Problemen, wenn freiwillige und verpflichtende Dienste ohne vergleichbare Bedingungen nebeneinander bestehen. Zudem reicht die aktuelle Bezahlung für Bufdis oder FSJler nicht zum Leben aus.
Kernpunkte:
- Die Bundesregierung bereitet die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor.
- Das Bundesfamilienministerium erklärt, dass die Grundlagen für einen modernen Zivildienst vorbereitet werden müssen, falls die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt wird.
- 22 von 23 konsultierten Organisationen signalisierten Bereitschaft, Zivildienstleistende aufzunehmen.
Quelle: WDR (Deutsch)
