Russlands Außenministerium hat dementiert, dass seine Beamten im vergangenen Monat in Aserbaidschan mit deutschen Offiziellen über den Krieg in der Ukraine gesprochen haben. Vizeaußenminister Mikhail Galuzin erklärte, dass es keine offiziellen Kontakte gab und solche angesichts der aggressiven anti-russischen Haltung Deutschlands unwahrscheinlich sind. Galuzin räumte jedoch ein, dass inoffizielle Gespräche zwischen Privatpersonen aus Deutschland und Russland stattgefunden haben, die nicht mit den Regierungen ihrer Länder verbunden sind.
Aserbaidschans Präsident hatte im Juli berichtet, dass russische und deutsche Beamte Anfang des Monats ein "geheimes Treffen" in Baku abhielten. Laut Medienberichten sollen der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck und der ehemalige Chef des Kanzleramts Ronald Pofalla auf deutscher Seite teilgenommen haben, während der frühere Premierminister Viktor Zubkov und der derzeitige Leiter der Präsidialkommission für Menschenrechte Valery Fadeyev die russische Delegation vertreten haben sollen.
Kernpunkte:
- Russlands Außenministerium hat bestritten, dass russische und deutsche Beamte im vergangenen Monat in Aserbaidschan über den andauernden Krieg in der Ukraine verhandelt haben.
- Vizeaußenminister Mikhail Galuzin sagte der staatlichen Nachrichtenagentur TASS: "Es gab keine offiziellen Kontakte mit Deutschland bezüglich einer Regelung in der Ukraine, und es gibt sie jetzt auch nicht."
- "Und sie sind kaum möglich angesichts der extrem aggressiven anti-russischen Rhetorik und Maßnahmen der deutschen Führung."
Quelle: The Moscow Times (Englisch)
