Deutschland rüstet Infrastruktur für NATO-Einsatzfall mit 800.000 Soldaten auf

veröffentlicht am

Berlin bereitet sich auf einen möglichen NATO-Bündnisfall vor, in dem etwa 800.000 Soldaten und 200.000 Fahrzeuge sowie Waffen und Munition durch Deutschland an die Ostfront transportiert werden müssten. Das Land würde zum zentralen Durchmarschgebiet und auch zum «Lazarett der NATO». Allerdings zeigt sich die deutsche Infrastruktur dafür nicht ausreichend vorbereitet: Brücken sind marode, Bahnstrecken überlastet. Die Regierung fürchtet zudem, dass eine mögliche AfD-geführte Landesregierung Truppenbewegungen behindern könnte.

Deutschlands zivile Infrastruktur stellt das größere Risiko dar als politische Blockaden. Nach 1990 war die militärische Planung von Zivilinfrastruktur aus dem Fokus verschwunden. Die Bundesregierung plant bis 2029 Investitionen von insgesamt 166,55 Milliarden Euro in Schienen, Fernstraßen und Wasserwege, davon knapp 107 Milliarden Euro für die Eisenbahn-Infrastruktur. Experten gehen davon aus, dass die vollständige Modernisierung etwa ein Jahrzehnt dauern wird.

Kernpunkte:

  • Berlin plant für den NATO-Bündnisfall und fürchtet eine AfD-Landesregierung, die sich sperren könnte.
  • Die deutsche Regierung bereitet sich laut Medienberichten auf einen heiklen Fall vor.
  • Deutschland wäre im NATO-Bündnisfall an der Ostflanke das zentrale Durchmarschgebiet für Hunderttausende Soldaten, Waffen, Munition und Fahrzeuge.

Quelle: NZZ (Deutsch)