Russland intensiviert seine Kampagne von Hybrid-Angriffen – einschließlich Cyberangriffen, Brandstiftung und Drohnenincidenten – gegen europäische Länder, die die Ukraine unterstützen. Die Anschläge zielten auf verschiedene Objekte ab: einen Drohnenhersteller in Estland, das Lager einer lettischen Ukraine-Hilfsorganisation, Bankwebseiten in Norwegen sowie Regierungswebsites. Litauen klagte fünf Personen an, die angeblich von Russlands Militärgeheimdienst für einen Sabotageversuch an einem DHL-Frachtflugzeug angeworben wurden. In Großbritannien wurden zwei ukrainische Staatsangehörige zu Haftstrafen verurteilt, weil sie Brandstiftungsanschläge geplant hatten. Polen vereitelte einem Bericht zufolge ein behauptetes Attentatscomplot gegen einen US-Bürger.
Europa ist nach Einschätzung von Beobachtern ohne einen abgestimmten Abwehrplan gefangen. Europäische Amtsträger erwarteten die Eskalation, reagieren jedoch größtenteils passiv. Einige fordern härtere Sanktionen gegen Moskau. Die Hackergruppe Server Killers kündigte einen Cyberkrieg gegen Norwegen an und löste verteilte Denial-of-Service-Anschläge auf Bankenseiten und Regierungswebsites aus.
Kernpunkte:
- Russland baut seine Kampagne von Hybrid-Angriffen gegen Länder aus, die Waffen und Geld nach Kyiv liefern.
- Europa hat keinen Plan zur Reaktion auf Russlands Hybrid-Anschläge.
- Polen vereitelte einen vermeintlich von Russland befohlenen Attentatsversuch gegen einen US-Bürger.
Quelle: Stars and Stripes — Top News (Englisch)
