Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die zunehmenden NATO-Aktivitäten in der Arktis als direkte Bedrohung für Russlands Sicherheit bezeichnet und vor potenziell katastrophalen Folgen einer militärischen Eskalation gewarnt. Moskau stuft die NATO-Übungen in der Polarregion als aggressiv ein und sieht die Risiken von Zwischenfällen, die eine bewaffnete Konfrontation auslösen könnten, spürbar steigen. Lawrow betont, dass Russland seine nationalen Interessen notfalls entschieden verteidigen werde.
Die NATO hat im Februar die Mission "Arctic Sentry" gestartet, um ihre Präsenz in der rohstoffreichen Region zu festigen. Norwegen hat zudem eine neu aufgestellte Militärbrigade mit Hauptquartier in der Arktis strategisch erweitert. Moskau betrachtet die Arktis traditionell als seine primäre Einflusssphäre und verfügt dort über die umfassendste militärische Infrastruktur aller Anrainerstaaten.
Russland forciert den Ausbau der Nordostpassage als alternative Handelsroute nach Asien und sucht strategischen Schulterschluss mit China, Indien und anderen BRICS-Staaten. Der Arktische Rat ist seit März 2022 blockiert. Lawrow wirft den westlichen Mitgliedern vor, das Gremium absichtlich eingefroren zu haben und keinen Hehl daraus zu machen, die Arktis in eine neue Frontlinie gegen Russland verwandeln zu wollen.
Kernpunkte:
- Russlands Außenminister Sergej Lawrow bezeichnet die zunehmenden NATO-Aktivitäten in der Arktis als direkte Bedrohung für die Sicherheit der Russischen Föderation.
- Sergej Lawrow warnt vor einer militärischen Eskalation im Hohen Norden, die aus dem Ruder laufen könnte.
- Moskau stuft die militärischen Übungen der NATO in der Polarregion offiziell als "aggressiv" ein.
Quelle: Kreisbote (Deutsch)
