Deutsche und NATO-Behörden bezeichnen einen Vorfall auf dem Flughafen Leipzig als Militäranschlag durch russische Agenten, der hätte tödlich enden können. Das Flughafen-Terminal ist ein Umschlagplatz für Waffenlieferungen in die Ukraine. Deutschland reagiert mit der Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn, der Beendigung des Vertrags für das Russian House in Berlin und verschärften Einreisekontrollen für russische Bürger.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sichert Deutschland vollständige Solidarität zu. NATO-Generalsekretärin Kaja Kallas fordert Sanktionen gegen 1.600 Personen und Unternehmen aus Russlands Rüstungskomplex. EU und NATO kündigen verstärkte Druckmaßnahmen an. Ermittler haben zwei mögliche Angreifer mit Verbindungen zu Russland identifiziert: einen in Lettland geborenen Mann mit lettischem Pass und einen Mann aus Belarus mit russischem Pass.
Russland kündet eine spiegelbildliche Reaktion an, beschuldigt Deutschland der Eskalation und hat den deutschen Botschafter einbestellt. Präsident Wladimir Putin spricht von gefälschten Beweisen für innenpolitische Gründe, während Vertreter wie Dmitri Medwedew von einem direkten Schlag gegen deutsche Rüstungseinrichtungen sprechen.
Kernpunkte:
- Der Vorfall in Leipzig war ein Anschlag durch russische Agenten mit militärischem Material.
- Der Anschlag hätte bei Erfolg tödlich sein können.
- Der Frachtflughafen Leipzig ist ein Umschlagplatz für Waffenhilfeleistungen in die Ukraine.
Quelle: ORF News (Deutsch)
