Nach einem gescheiterten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig, den Deutschland Russland zuordnet, haben die Nato und die Europäische Kommission verstärkte Maßnahmen gegen Moskau angekündigt. Der Anschlag wird als neue Eskalation auf EU-Boden eingestuft, da die Drohne militärische Komponenten trug und russische Operationen charakterisierte. Nato-Chef Mark Rutte warnte vor zunehmend rücksichtslosen russischen Aktivitäten, während Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine stärkere Reaktion versprach.
Das Vorkommnis in Leipzig ist Teil eines breiteren Musters von Sabotageakten in Deutschland und Polen. In Deutschland wurden Anschläge auf Strommasten und Kraftwerke gemeldet, während Polens Ministerpräsident Donald Tusk einen Brandanschlag auf eine Drohnenfabrik als vorsätzliche Sabotage bezeichnete. Innenminister Herbert Reul erklärte, die Anschläge seien direkte Angriffe auf Deutschland.
Deutschland plant die Schließung des russischen Konsulats in Bonn und des Russian House. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und andere EU-Minister kündigten verstärkte Sanktionen gegen Russlands sogenannte Schattenflotte an. Russland bestreitet die Vorwürfe und kündigte Gegenmaßnahmen an; Präsident Wladimir Putin verurteilte Deutschlands Maßnahmen als schwerwiegenden Fehler.
Kernpunkte:
- Die Leiter der Nato und der Europäischen Kommission haben gewarnt, dass Russland zunehmend rücksichtslos wird, und gelobt, auf eine neue Normalität zu reagieren.
- Leipzig markiert eine neue Eskalation auf EU-Boden, die direkt Russland zugeordnet wird.
- Deutschland machte Russland für einen gescheiterten Drohnenanschlag im vergangenen Monat auf dem Flughafen Leipzig verantwortlich.
Quelle: BBC News — World (Englisch)
