Vermutete Anschläge auf Umspannwerke in Bergheim und Jänschwalde haben erhebliche Sicherheitsmängel in Deutschlands kritischer Elektrizitätsinfrastruktur aufgedeckt. Experten und Branchenverbände fordern dringend verbesserte Schutzkonzepte, mehr staatliche Mittel für Sicherheitsinvestitionen und eine Reform der Geheimdienste. Kerstin Andreae und weitere Vertreter der Energiewirtschaft sowie Politiker wie Herbert Reul betonen, dass Sicherheit primär eine staatliche Aufgabe ist und dass die konsequente Umsetzung des Kritis-Dachgesetzes notwendig ist. Ermittler untersuchen die Vorfälle als Terrorismus und mögliche Sabotage durch Ausländer oder linksextreme Gruppen. Trotz bisheriger Netzstabilität warnen Experten vor einer Sicherheitsmentalität der Entwarnung und fordern höhere Investitionen sowie verbesserte Informationsaustausche zwischen Behörden und Betreibern.
Kernpunkte:
- Die jüngsten Anschläge auf Stromnetze zeigen, dass sich die Bedrohungslage verschärft und kritische Infrastruktur verwundbar ist.
- Sicherheit ist Aufgabe des Staates, der Polizei und der Geheimdienste, nicht der Unternehmen.
- Neben Prävention ist es entscheidend, Schäden nach einem Anschlag zu begrenzen und die Versorgung schnell wiederherzustellen.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
