Der Weltenergierat – Deutschland e.V. hat den Bericht „Energie für Deutschland 2026" veröffentlicht, der die tiefgreifende geopolitische Fragmentierung analysiert, die Energie- und Klimapolitik weltweit beeinflusst. Der Bericht präsentiert drei Szenarien für die Energiewirtschaft und den Klimaschutz und fordert Deutschland und Europa auf, widerstandsfähige, diversifizierte Energiesysteme aufzubauen und strategische Politiken zu integrieren.
Die Analyse zeigt, dass Energie längst nicht mehr nur ein Wirtschaftsgut ist, sondern zunehmend als Instrument geopolitischer Macht, industrieller Wettbewerbsfähigkeit und sicherheitspolitischer Stabilität fungiert. Die Dekaden lange Ära der marktwirtschaftlichen Globalisierung weicht einer Ordnung, in der Energie ein Ziel und Werkzeug geopolitischen Handelns wird. Der Energiewandel wird künftig nicht global koordiniert erfolgen, sondern als konfliktreicher, kostenintensiver und innovationsgetriebener Transformationsprozess stattfinden.
Kernpunkte:
- Die internationale Energie- und Wirtschaftsordnung befindet sich in einer Phase tiefgreifender geopolitischer Fragmentierung, die eine strukturelle Transformation der globalen Ordnung markiert.
- Energie ist nicht mehr nur ein Wirtschaftsgut, sondern auch ein Instrument geopolitischer Macht, industrieller Wettbewerbsfähigkeit und sicherheitspolitischer Stabilität.
- Der jahrzehntelange Trend marktwirtschaftlicher Globalisierung, gesichert durch internationale Institutionen, weicht Einflüssen, in denen Energie zunehmend Instrument und Ziel geopolitischer Macht wird.
Quelle: SWP (Deutsch)
