EU warnt vor Marginalisierung in KI-Wettbewerb – massive Investitionen gefordert

veröffentlicht am

Führende Wirtschaftler und Politiker warnen, dass Europa in der Künstlichen Intelligenz dauerhaft an den Rand gedrängt wird und fordern entschiedenes Handeln. Ein Strategiepapier mit dem Titel "Transformative AI Strategy for Europe" zeigt, dass die EU 2026 nur etwa 5 % der globalen KI-Rechenkapazität haben wird – während die USA 78 % und China 11 % kontrollieren. Die Experten schlagen vor, Europas Anteil bis 2030 auf 15 % zu verdreifachen und investieren dafür 1,6 Billionen Euro, bestehend aus 100 Milliarden Euro öffentlicher Mittel für Rechenzentren und 1,5 Billionen Euro privatem Kapital.

Die KI-Investitionen in der EU sind 2025 bereits um 83,3 % auf 6,8 Milliarden Euro gestiegen. Allerdings zeigt sich starke regionale Ungleichheit: Während Dänemark KI in Unternehmen zu 42 % nutzt, liegt der Wert in Rumänien bei nur 5,2 %. Bis 2030 braucht Europa zusätzlich 45 Gigawatt Energiekapazität für Rechenzentren. Die EU-Kommission hat bereits konkrete Schritte eingeleitet und schreibt sieben KI-Gigafactories mit einem Budget von etwa 30 Milliarden Euro aus. Ein weiterer Vorschlag sieht eine "Allianz für Lieferkettenicherheit" vor, an der Deutschland, Frankreich und die Niederlande bis Ende 2026 beteiligt sein sollen.

Kernpunkte:

  • Führende Wirtschaftler und Politiker warnen vor Europas permanenter Marginalisierung in KI.
  • Europa benötigt bis 2030 zusätzliche 45 Gigawatt Energiekapazität für Rechenzentren.
  • Europa benötigt Investitionen von 1,3 Billionen Euro für KI.

Quelle: Borns IT-Blog (Deutsch)