Neue Normen und regulatorische Anforderungen verändern die Anforderungen an Planung, Installation und Betrieb von Sicherheitstechnik-Systemen. Die aktualisierte Norm DIN VDE 0833-4 für Sprachalarmanlage fokussiert stärker auf die normgerechte Planung solcher Systeme, während die vereinfachte Verfahrensweise nur unter klar definierten Bedingungen angewendet werden darf. Eine ZVEI-Arbeitsgemeinschaft entwickelt derzeit eine Richtlinie zur Unterstützung der Normenumsetzung.
Parallel dazu erweitert sich das KRITIS-Regelwerk erheblich: Die Implementierung der NIS-2-Richtlinie, des Cyber Resilience Act (CRA) und eines KRITIS-Dachgesetzes sollen die Zahl der als kritisch eingestuften Organisationen von etwa 2.000 auf 20.000 bis 30.000 Unternehmen erhöhen. Der CRA wird ab Dezember 2027 bei CE-Kennzeichnungen relevant, und Produkte mit digitalen Schnittstellen müssen ab Januar 2028 entsprechende Anforderungen erfüllen.
Auch bei Rauchwarnmeldern gibt es Neuerungen: Die überarbeiteten Versionen der DIN 14676-1 und DIN 14676-2 sind veröffentlicht worden, wobei die neue DIN 14676-2 seit dem 1. Oktober offiziell verfügbar ist.
Kernpunkte:
- Die ZVEI-Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer informierte über aktuelle Entwicklungen bei Sprachalarmanlage, Auswirkungen der KRITIS-Gesetzgebung und neue Versionen von DIN-Normen für Rauchwarnmelder.
- Die aktuelle Fassung der DIN VDE 0833-4 konzentriert sich stärker auf die normgerechte Planung von Sprachalarmanlage.
- Das vereinfachte Verfahren für Sprachalarmanlage darf nur unter klar definierten Bedingungen angewendet werden.
Quelle: GIT SICHERHEIT (Wiley) (Deutsch)
