Deutschland erprobt seinen „Operationsplan Deutschland" durch Militärübungen wie „Red Storm Charlie" in Hamburg, an der Bundeswehr, Polizei und Zivilorganisationen teilnahmen. Der Plan bereitet Deutschland darauf vor, im Krisenfall zum Haupttransitkorridors der NATO zu seiner Ostflanke zu werden. Dabei müssten etwa 800.000 Soldaten und rund 200.000 Fahrzeuge innerhalb von sechs Monaten durch Deutschland verlegt werden.
Verteidigungsminister Boris Pistorijus bewertet die Bedrohung als „ernst, akut und zunehmend sichtbar". Generalinspekteur der Bundeswehr Karsten Brojer ordnete die Erstellung des Plans nach Russlands Invasion der Ukraine 2022 an. Zu den Herausforderungen gehören veraltete Infrastruktur sowie die Balance zwischen Geheimhaltung und notwendiger Einbindung von Zivileinrichtungen. Die Übungen sollen Russland von Aggressionen durch Demonstration schneller Verstärkung und organisierter Truppenbewegungen zu NATOs Grenzen abschrecken.
Kernpunkte:
- Deutschland testet einen Plan, nach dem es im Krisenfall zum Haupttransitkorridors der NATO zu ihrer Ostflanke würde.
- „Red Storm Charlie" war eine großangelegte Übung mit Bundeswehr, Polizei und Zivilorganisationen.
- Die Übung ist Teil eines breiteren und vertraulichen Dokuments namens Operationsplan Deutschland.
Quelle: Danas (Serbien) (Bosnisch)
