Spionage-Skandal um Ex-BND-Chef Hanning erschüttert deutsche Geheimdienste

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Deutschlands ehemals oberster Auslandsspion August Hanning steht unter Verdacht des versuchten Landesverrats. Er soll über mehr als zehn Jahre hinweg geheime BND-Informationen beschafft und diese gewinnbringend verwertet oder an fremde Nachrichtendienste weitergegeben haben – möglicherweise an Aserbaidschan oder China. Sein mutmaßlicher Helfer war Manfred D., ein Büroleiter mehrerer BND-Chefs, der die Informationen durchgestochen haben soll.

Der Skandal trifft den BND zu einem kritischen Zeitpunkt, da Berlin ein Hauptziel von Russlands Schattenkrieg geworden ist. Deutschland diskutiert über erweiterte Befugnisse für den Geheimdienst, um Bedrohungen nicht nur zu erkennen, sondern auch abzuwehren – einschließlich Sabotage im Ausland und sogenannter Hackbacks. Der Hanning-Skandal beschädigt jedoch das Vertrauen anderer Geheimdienste, von deren Informationen Deutschland abhängt, und stärkt gleichzeitig die Gegner einer Reform.

Kernpunkte:

  • Deutschlands ehemals oberster Auslandsspion, August Hanning, steht unter dem Verdacht des versuchten Landesverrats.
  • Mehr als zehn Jahre lang soll er sich geheime BND-Informationen beschafft haben, um sie als Berater „gewinnbringend" zu verwerten oder in eine Analyse für einen fremden Nachrichtendienst einfließen zu lassen.
  • Eine Spur führt laut „Spiegel" nach Aserbaidschan, eine andere nach China.

Quelle: Die Presse (Deutsch)