Der Kreml sieht sich mit einem ernsten Personalmangel und massiven Frontverlusten konfrontiert und erwägt eine unpopuläre Entscheidung zur Mobilisierung. Nachdem Russland lange auf freiwillige Verträge setzte, greift die Regierung zunehmend auf Zwangsrekrutierung von Schuldnern, Studierenden und Häftlingen zurück. Der ehemalige Präsident Dmitry Medvedev wies Berichte über eine neue Mobilisierung als "Unsinn" und "täuschende Provokation" der Ukraine zurück.
Russland erleidet Berichten zufolge monatlich über 30.000 Verluste und rekrutiert täglich etwa 1.000 Soldaten. Seit der letzten Mobilisierungswelle im September 2022 hat Moskau rund 1,3 Millionen Vertragssoldaten gewonnen. Anwälte und Aktivisten dokumentieren jedoch zunehmend Fälle von Zwangsrekrutierung in verschiedenen russischen Regionen. Wladimir Putin unterzeichnete ein Gesetz, das die Gruppe von Häftlingen erweitert, die Verträge mit dem Militär unterzeichnen können.
Kernpunkte:
- Der Kreml wird erwartet, eine unpopuläre Entscheidung zu treffen.
- In Russland wird versucht, eine zweite Welle von Massenmobilisierung zu vermeiden.
- Der Kreml greift auf Zwangsrekrutierung von Schuldnern, Studierenden und Häftlingen zurück.
Quelle: Charter97 (Englisch)
