Die europäische Lebensmittelindustrie passt sich an Klimaveränderungen, veränderte Verbraucherwünsche und technologische Fortschritte an. Neue Proteinquellen wie Mikroalgen und Fermentation sowie künstliche Intelligenz zur Qualitätskontrolle und Nachfrageprognose gehören zu den Innovationen. Ein deutsches Unternehmen nutzt KI beispielsweise für Bäckereien, um Lebensmittelverluste um bis zu 35 Prozent zu senken. Start-ups wie Feast Ventures aus München und Planet A Foods arbeiten an effizienteren und nachhaltigeren Lösungen. Gleichzeitig stellt der Klimawandel erhebliche Herausforderungen dar: Die deutsche Getreideernte 2026 sank um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr, und der Hektarertrag bei Winterraps fiel um 20 Prozent. Landwirt Thomas Domin aus Brandenburg setzt seit 2014 auf Agroforst als Anpassungsstrategie. Die Branche betont, dass Lebensmittelproduktion strategische Infrastruktur ist und Innovation, Resilienz und strategische Investitionen notwendig sind, um die Versorgung zu sichern.
Kernpunkte:
- Mikroalgen werden als neue Proteinquelle erschlossen.
- Fermentation eröffnet neue Möglichkeiten für Zutaten und Produkte.
- Künstliche Intelligenz erkennt Qualitätsabweichungen in der Produktion oder prognostiziert, wie viele Backwaren am nächsten Tag tatsächlich gebraucht werden.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
