Strategie zur Verteidigung Taiwans: Abschreckung statt militärischer Konfrontation

Der Analyst Eyck Freymann argumentiert, dass Xi Jinpings bevorzugte Taiwan-Strategie wahrscheinlich zunächst auf politischem, wirtschaftlichem und maritimem Zwang statt auf einer unmittelbaren amphibischen Invasion basiert. Im Mittelpunkt stehen Grauzonenoperationen wie maritime Quarantänen, Blockaden und wirtschaftlicher Druck, um Taiwan schrittweise zur politischen Kapitulation zu zwingen, ohne sofort einen offenen Großkrieg auszulösen.

Für einen möglichen Konflikt über die Taiwanstraße werden vier zentrale Variablen hervorgehoben: militärische Fähigkeiten, politische Resilienz, wirtschaftliche Verwundbarkeit und internationale Unterstützungssysteme. Daraus ergibt sich die Forderung nach einem integrierten Abschreckungsansatz, der militärische, wirtschaftliche, technologische und politische Instrumente miteinander verbindet. Besondere Bedeutung erhält dabei das potenziell „lawinenartige“ Entkoppeln globaler Lieferketten im Krisenfall, da die Aussicht auf unkontrollierbare wirtschaftliche Folgeschäden als glaubwürdiger Abschreckungsmechanismus gilt als klassische Konzepte gegenseitig zugesicherter wirtschaftlicher Zerstörung.

Source: TheDiplomat.com · en