Das Bundeskabinett hat am 1. Juli 2026 zwei große Verteidigungsgesetze beschlossen: das Reservestärkungsgesetz (ResSG) und das Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetz (Bw-IBG). Diese Gesetze sollen die Streitkräfte in eine mobilisierungs- und wachstumsorientierte Armee umwandeln.
Das ResSG strukturiert die Militärreserven als integralen Bestandteil der Bundeswehr um und erweitert die Möglichkeiten zur Zwangsrekrutierung ehemaliger Zeitsoldaten bis zum Alter von 45 Jahren oder bis 65 Jahren für diejenigen mit mindestens einem Jahr Dienst. Das Bw-IBG rationalisiert Bau- und Infrastrukturprojekte für das Militär und verbessert die Unterkunftsbestimmungen für Soldaten.
Kernpunkte:
- Die Bundeswehr strebt bis 2035 ein Wachstum auf 260.000 aktive Soldaten und mindestens 200.000 Reservisten an
- Ehemalige Zeitsoldaten mit mindestens sechs Monaten Dienst können nun zur Reservistenpflicht herangezogen werden
- Reservisten mit mindestens einem Jahr Dienst können bis zum Alter von 65 Jahren zur Pflicht herangezogen werden
Quelle: DBWV · de
