Europa und USA zögern bei der Luftverteidigung der Ukraine

Europa und die USA zeigen gefährliches Zögern bei der Bereitstellung angemessener Luftverteidigung für die Ukraine, insbesondere von Abfangraketen, und bei der Verfolgung einer proaktiveren Strategie zum Angriff auf russische Raketenproduktionsanlagen. US-Präsident Donald Trump hat sich von Hinweisen auf eine Lizenz für die Ukraine zum Bau von Patriot-Abfangraketen distanziert und Washington lehnte Kiews Anfrage für 300 Patriot-Abfangraketen ab. Diese Zurückhaltung wird durch Angst vor nuklearer Eskalation begründet, obwohl die NATO-Doktrin Tiefenschläge gegen Gegner vorsieht. Die Argumentation besagt, dass diese Widerstrebung die Abschreckung untergräbt und zu anhaltenden Angriffen auf europäische Städte führen könnte.

Deutschland beabsichtigt, Tomahawk-Langstreckenmarineflugkörper von den USA zu erwerben, weigert sich aber, Taurus-Marineflugkörper an die Ukraine zu übertragen. Präsident Wolodymyr Zelensky und Sicherheitsexperten wie Amos C. Fox haben auf das Defizit bei Abfangraketen hingewiesen. SpaceX erlaubt der Ukraine nicht, Starlink-Satelliten über russischem Territorium zu nutzen, was Angriffe auf russische Produktionsanlagen erschwert.

Kernpunkte:

  • US-Präsident Donald Trump hat sich von Hinweisen zurückgezogen, der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Abfangraketen zu gewähren.
  • Washington hat Kiews Anfrage für 300 Patriot-Abfangraketen abgelehnt.
  • Es gibt nicht genug Abfangraketen zum Schutz ukrainischer Städte vor russischen Ballistische Raketen.

Quelle: ForeignPolicy.com (Englisch)