Das Bundesministerium für Familie erkundet Möglichkeiten zur Wiedereinführung eines verpflichtenden Zivildienstes für Kriegsdienstverweigerer und trifft Vorbereitungen dafür. In einer Umfrage bei Organisationen im Bereich freiwilliger Dienste stellte sich heraus, dass 22 von 23 befragten Verbänden bereit sind, alternative Serviceplätze anzubieten, sollte die allgemeine Wehrpflicht reaktiviert werden. Darunter sind 17 Organisationen, die bis 2011 bereits in der Zivildienstverwaltung tätig waren.
Das Ministerium plant eine Modernisierung und Entbürokratisierung des bestehenden, aber veralteten Zivildienstgesetzes. Thorsten Frei hält es für "sehr klug und richtig", sich auf einen neuen Zivildienst vorzubereiten. Der Zivildienst war 2011 mit der Aussetzung der Wehrpflicht abgeschafft worden und wurde später durch den Bundesfreiwilligendienst ersetzt. Ein neuer Wehrdienst mit Wehrpflicht für junge Männer ab Jahrgang 2008 läuft bereits.
Kernpunkte:
- Das Bundesministerium für Familie erkundet Möglichkeiten zur Wiedereinführung eines verpflichtenden Zivildienstes.
- Das Ministerium befragte Organisationen im Bereich freiwilliger Dienste zur Bereitstellung von Alternativserviceplätzen.
- 17 der 23 befragten Organisationen waren bis 2011 in der Zivildienstverwaltung tätig.
Quelle: FAZ (Deutsch)
