Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei haben in Mekka ein gemeinsames Verteidigungsabkommen unterzeichnet, das vorsieht, dass ein bewaffneter Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle drei gilt. Die militärischen Fähigkeiten dieser Läner werden erstmals in einem gemeinsamen Sicherheitsrahmen verbunden. Das türkische Außenministerium betont, dass sich das Bündnis gegen kein Land im Speziellen richte.
Analyst Alexander Görlach warnt jedoch, dass diese "Mini-NATO" neue Unsicherheit in die Region bringen könnte. Dies liegt daran, dass die drei Staaten völlig verschiedene Sicherheitsinteressen haben. In Israel wird die Ankündigung skeptisch gesehen, zumal Präsident Erdogan dort seit 2009 als Gegner Israels gilt. Hinzu kommt, dass Teheran und Saudi-Arabien in den vergangenen Monaten an einem eigenen Nichtangriffspakt gearbeitet haben.
Kernpunkte:
- Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei haben in Mekka ein gemeinsames Verteidigungsabkommen unterzeichnet.
- Ein bewaffneter Angriff auf einen der drei Staaten soll als Angriff auf alle drei gelten.
- Die militärischen Fähigkeiten dieser drei Staaten werden erstmals in einem gemeinsamen Sicherheitsrahmen miteinander verbunden.
Quelle: Kreisbote (Deutsch)
