Die USA haben NATO-Verbündeten einen Fragebogen zu Reformplänen für „NATO 3.0" vorgelegt. Das Konzept sieht vor, dass europäische Partner die primäre Verantwortung für die konventionelle Verteidigung Europas übernehmen, während die USA ihre Militärressourcen stärker auf die Vereinigten Staaten, die westliche Hemisphäre und den Indopazifik konzentrieren. Verteidigungsminister Elbridge Colby beschreibt das Ziel als direkte schriftliche Konsultation mit Verbündeten. Die USA beabsichtigen, ihren Atomschutzschirm beizubehalten, aber nur begrenzte und gezielte konventionelle Beiträge zu leisten.
Der Fragebogen behandelt sensible Themen wie Rüstungskäufe von US-Unternehmen und Einschränkungen für US-Streitkräfte in Europa. Europäische Länder befürchten mögliche Truppenabzüge und kritisieren, dass die USA offenbar gegen europäische Rüstungsinitiativen vorgehen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bewertete die Konsultationen positiv und verwies auf zusätzliche Rüstungsausgaben von Kanada und Europa im Umfang von 139 Milliarden Dollar im Jahr 2025 sowie auf verbesserte militärische Fähigkeiten.
Kernpunkte:
- Die USA haben einen Fragebogen an NATO-Verbündete versandt.
- Der Fragebogen betrifft Reformpläne für die NATO.
- Verteidigungsminister Elbridge Colby erklärte, dass der Zweck darin besteht, Verbündete „direkt und schriftlich" über „NATO 3.0" zu konsultieren.
Quelle: Kreisbote (Deutsch)
