Energie-, Wasser- und Telekommunikationsnetze sowie der öffentliche Nahverkehr werden zunehmend Ziele hybrider Bedrohungen wie Cyberangriffe und Sabotage. Jüngste Anschläge auf Umspannwerke in Jänschwalde und Bergheim verdeutlichen die wachsende Gefahr für kritische Infrastrukturen, die zur zentralen sicherheitspolitischen Aufgabe geworden ist.
Brüssel und Berlin haben zahlreiche Gesetze erlassen, um diese Infrastrukturen zu schützen. Allerdings konzentrieren sich diese Regelungen wie das Kritis-Dachgesetz zu stark auf Dokumentation, Nachweise und rechtliche Absicherung statt auf tatsächlich wirksame Sicherheitsmaßnahmen. In der Praxis führt dies zu Doppel- und Mehrfachregulierung, die Unternehmen belastet.
Zusätzliche Hürden entstehen durch neue Gesetze wie die europäische KI-Verordnung, die sich auf Schutzmaßnahmen von Unternehmen auswirken. Da moderne Überwachungssysteme an kritischen Infrastrukturen zunehmend KI-Komponenten enthalten, erschweren solche regulatorischen Vorgaben die Implementierung zeitgemäßer Sicherheitstechnologien.
Kernpunkte:
- Energie- und Wasserversorgung, Telekommunikation oder öffentlicher Nahverkehr geraten zunehmend in den Fokus hybrider Bedrohungen.
- Die jüngsten Anschläge auf Umspannwerke in Jänschwalde und Bergheim zeigen dies.
- Der Schutz kritischer Infrastrukturen ist zu einer der zentralen sicherheitspolitischen Aufgaben unserer Zeit geworden.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
