Der Bundestag debattierte am 8. Oktober 2026 ein Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Optimierung des Offshore-Windenergie-Ausbaus. Die Regierung zielt darauf ab, ehrgeizige Ausbauziele mit wirtschaftlicher Realität in Einklang zu bringen. Das WindSeeG-Novellierungspaket setzt auf Marktmechanismen, wo nötig mit Sicherungsmaßnahmen, und stärkt die Resilienz der Branche durch Umsetzung der EU-Netto-Null-Industrie-Verordnung.
Das Gesetzesvorhaben schafft regulatorische Rahmenbedingungen für die kombinierte Anbindung von Windkraftanlagen an Stromnetze und zukünftige Wasserstoffinfrastruktur. Zudem wird eine rechtliche Grundlage für koordinierte Rettungsinfrastruktur in der ausschließlichen Wirtschaftszone geschaffen.
Parallel brachte die Linksfraktion einen Antrag zur Gründung eines Bundesinfrastruktur-Unternehmens ein, das den Bau und Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen und Verbindungsleitungen in öffentlicher Eigenschaft fördern soll. Sowohl das Regierungsvorhaben als auch der Antrag wurden zur weiteren Beratung an Ausschüsse überwiesen.
Kernpunkte:
- Der Bundestag debattierte am 8. Oktober 2026 das Bundesgesetz zur Optimierung und Sicherung des Ausbaus der Offshore-Windenergie.
- Die Bundesregierung zielt auf Balancierung ehrgeiziger Ausbauziele mit wirtschaftlicher Realität durch die WindSeeG-Novelle.
- Die WindSeeG-Novelle setzt auf Marktmechanismen und sichert diese ab, wo Risiken zu groß werden.
Quelle: Bundestag Aktuelles (Deutsch)
